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Persönliche Essenz

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Wieso “Persönliche Essenz”?

Hier möchte ich all das zusammentragen, worauf ich in meinem Leben stosse und was ich davon für bemerkenswert halte.
Da wir Menschen ein Gedächtnis haben, das keine Datensätze wie ein Computer speichert, sondern die Bedeutungen,
die die Dinge für uns haben (also persönliche Essenzen), soll dies mein Nachschlagwerk werden.
Schön wäre es natürlich, wenn andere an dieser “Sammlung” auch Gefallen finden :-)

Was steht am Anfang?

Von C. G. Jung stammt dieser Dreisatz:

Als Erstes musst du dich selbst kennenlernen
Als Zweites musst du dich selbst akzeptieren
Erst dann kannst du andere akzeptieren!

Was ist Wahrheit?

Um die Wahrheit erkennen zu können, müsste der Mensch tatsächlich sich selbst und die objektive Realität erkennen.
Dies ist ihm aber unmöglich, denn all unser Erkennen hängt zunächst einmal von unseren Sinnen ab. Was wir nicht hören, nicht
sehen, nicht fühlen, nicht schmecken und nicht ertasten können, das nehmen wir auch nicht wahr, und es kommt in unserer
Welt nicht vor.
Darüber hinaus ist sogar die Wahrheit des einzelnen Menschen unterschiedlich zu allen anderen Menschen. Jede Wahrheit ist also
subjektiv.
Deshalb: Verurteile nie andere Menschen, denn es gibt immer irgendeine Information die dir nicht zur Verfügung steht.
Warum jemand genau das tut was er tut oder sagt was er sagt - hat immer irgendwelche Hintergründe
die wir nie alle kennen können!

Die Evolution unseres Gehirns

Unser Gehirn hat etwa hundert Milliarden Nervenzellen und dazwischen gibt es so viele Verbindungen wie der
Amazonas-Regenwald Blätter hat. Eine bekannte Behauptung ist dass vieles davon gar nicht genutzt wird.
Heute vermutet man aber, dass diese scheinbare “Überkapazität” für das komplizierte Sozialleben nötig geworden ist.
Und ausserdem muss noch berücksichtigt werden,
dass unser Gehirn kein Schachcomputer ist, der ständig auf der höchsten Schwierigkeitsstufe läuft.

Um zu verstehen wie wir funktionieren kommt man nicht drumrum sich mit diesen zirka 1,5 kg die wir im Schädel haben zu
befassen.

Entwicklungsgeschichtlich war da zuerst das was man das “Reptiliengehirn” nennt. Hier befinden sich angeborene Instinkte, es ist
wenig lernfähig und untauglich für alles Soziale.

Danach entwickelte sich das “limbische System”. Hier sollen nicht nur Triebe und Emotionen zuhause sein, sondern auch der
Beginn von Bewusstsein und Gedächtnis.

Der neueste Gehirnteil ist der “Neocortex”. Der Sitz von Vernunft, Verstand und Logik.

Neuroplastizität besagt, dass unser Gehirn flexibel ist. Es ist noch nicht lange her, da glaubte man nur in der frühen Kindheit
können neue Nervenzellen und neuronale Schaltkreise entstehen. Das erwachsene Gehirn hingegen galt als fest verdrahtet und
starr. Im Unterschied zu normalen Körperzellen können sich Neuronen nämlich nicht teilen. Seit einigen Jahren weiss man,
dass aus neuronalen Stammzellen ständig neue Hirnzellen entstehen können.
Die Neuroplastizität bestätigt, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt sein Gehirn willentlich zu verändern.
            Durch Denken kann der Mensch die Materie seines Gehirns verändern.

Diese Erkenntnis lässt vermuten, dass die Hirnforschung und die Spiritualität der Buddhisten gar nicht so weit auseinanderliegen,
denn die Buddhisten vertreten, wie man weiss, die Auffassung, dass das Selbst (= das Ich) kein stabiler Zustand ist,
sondern sich in ständigem Fluss befindet.
Die Hirnforscher haben herausgefunden, dass die Aufmerksamkeit bei der Neuverdrahtung eine Schlüsselrolle zu spielen scheint.
Was ja wiederum nichts anderes ist als das was die Buddhisten in der Meditation trainieren.

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